Trachtenverein Hittenkirchen

Auf geht's  ins Vereinsjahr 2022

So ein Theater

Nach drei Jahren Zwangspause konnten die „Theaterer“ des Trachtenvereins Hittenkirchen im vereinseigenem Trachtenheim endlich wieder Premiere mit dem Stück „Lügen haben junge Beine“ von Ray Cooney feiern. Den Zuschauern wurde dabei eine fast dreistündige Riesengaudi geboten, in denen die Lachmuskeln strapaziert wurden und die Tränen nur so liefen.

 

„Was unsere Väter alles gemeinsam haben“, stellten Vreni (Franziska Sichler) und Done (Anton Reiter) erstaunt gegenüber ihren Müttern fest. Dass sie über denselben Mann sprechen, wissen beide noch nicht, als sich der Vorhang das erste Mal hebt und die Theaterbesucher in zwei Haushalte blicken. Bei dem eingeweihten Publikum sorgte diese Feststellung für Schmunzeln, ahnte es doch schon das bevorstehende Chaos. Das Bühnenbild symbolisiert optisch getrennt die beiden Wohnungen; links der moderne Haushalt von Britt Schmidt (Anna-Maria Paar) mit ihrem 20-jährigen Sohn Done und rechts die im Landhausstil eingerichtete Wohnung von Maria Schmidt (Lisa Forstner) mit ihrer 18-jährigen Tochter Vreni. Wie vom Autor gefordert, sind in manchen Passagen beide Haushalte gleichzeitig auf der Bühne, ohne die Personen des anderen Haushaltes wahrzunehmen. Im Übrigen weist das Bühnenbild genügend Türen auf, um im rechten (oder auch unrechten) Moment Personen abgehen und auftreten zu lassen.

Die Rolle des Münchner Taxifahrers Hans Schmidt, der als Bigamist sowohl in Schwabing als auch in Ramersdorf Ehefrau und Kind hat, ist Eugen Unterstrasser wie auf den Leib geschrieben. Sein Doppelleben gerät wegen der modernen Kommunikationsmittel aber ins Wanken, Vreni und Done haben sich nämlich in einem Internet-Chat kennen gelernt und wollen sich nun persönlich treffen. Wenn er seiner Tochter Vreni den Umgang mit Done verbietet, weiß spätestens jetzt der Letzte im Publikum, dass die beiden jungen Leute in Wirklichkeit Geschwister sind. Als mit Spielleiter Franz Wörndl der Untermieter Stani Gartner mit Schwimmreifen und Taucherbrille die Bühne betritt, ist schnell klar, dass er mit seiner aufgebrachten, ungeschickten Art und den hektischen Bewegungen schnell zum Publikumsliebling wird. Wörndl stolpert als vermeintlicher Vater, als Marias Gatte oder als Lebensretter einer lebenden Leiche durch selbst gestellte Fallen, nur um seinen Freund Hans aus der Patsche zu helfen. Unterstrasser schreckt ebenfalls vor nichts zurück, um sein Doppelleben weiterhin zu verbergen: Er stellt sich tot, erklärt Stani zum Sündenbock oder tarnt sich mit einem Lampenschirm, sodass sogar seine Tochter Vreni sagt: „Mein Vater hat voll einen an der Birne“. Als dann noch Stanis seniler Vater (Andreas Schuster) auftaucht, dem es die weiblichen Oberweiten angetan haben, gewinnt das Stück noch weiter an Witz. Das Spiel auf der Bühne wird durch mehr und mehr Verstrickungen immer lebhafter und als Maria völlig durchdreht, beginnt eine Hetzjagd auf Stani. Trotz der oft vorhersehbaren Handlung, hält selbst das Ende noch einige Überraschungen bereit.

Langanhaltender Applaus und begeistertes Rufen der Zuschauer ließen erkennen, dass die „Theaterer“ es wieder einmal geschafft haben, das Trachtenheim in ein Tollhaus zu verwandeln. Franz Wörndl, der mit seiner facettenreichen Mimik fasziniert und so für zusätzliche Lacher sorgt, bewies neben seiner Regie in der kurzweiligen und humorvollen Gesamtinszenierung auch erneut ein gutes Händchen bei der Besetzung. Die Rollen schienen wie für die Schauspieler geschrieben zu sein. Was dieses Laienensemble so besonders macht, ist die Spielfreude, gepaart mit viel Sinn für Gemeinschaft. Die „Fritzn-Musi“ aus Hittenkirchen als Pausenkapelle rundeten den Gesamteindruck ab.

Ein höchst vergnüglicher Theaterabend, über den man noch lachte, als man das Trachtenheim schon längst verlassen hatte.

Die Hittenkirchner „Theaterer“ führen das Stück noch acht weitere Male an den kommenden November-Wochenenden auf. Restkarten gibt es im Mühlenladen in Kumpfmühl (Tel.-Nr. 08051-1568).

Theatertermine 2022

Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen im Trachtenheim 2022

Nach drei Jahren pandemiebedingter Ruhe freute sich Christoph Kaufmann, Trachtenvorstand vom „Almarausch“ Hittenkirchen, dass von den 364 Mitgliedern wieder eine große Anzahl bei der Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen im vereinseigenen Trachtenheim anwesend waren.

Nach einem gemeinsamen Essen konnte Schriftführerin Andrea Scheck in ihrem Bericht über die Aktivitäten seit Mai diesen Jahres 26 Einzeltermine auflisten, an denen Vereinsmitglieder beteiligt waren. Im Zentrum stand das Sechs-Vereine-Platteln und das vereinseigenen Preisplatteln, das Dorffest und die Gaufeste in Bad Endorf und Schleching, das von den Mitgliedern jeweils sehr gut besucht worden war.

Einen ausführlichen Kassenbericht für die Jahre 2019 bis 2021 lieferte Anton Schuster. Er ging besonders auf den Einbau einer neuen Heizung ein und konnte der Versammlung mitteilen, dass trotz der ausgefallenen Veranstaltungen und des geringen Wirtschaftsbetriebs die Schulden zurückbezahlt werden konnten. Er dankte seinen beiden Stellvertreterinnen Barbara Forstner und Franziska Sichler und der Steuerkanzlei Lackerschmid für ihre geleistete Arbeit.

Vorplattler Wolfgang Scheck und Röckefrauenvertreterin Sabine Ablinger gaben Kurzberichte ab. Franz Wörndl, der Theatervertreter, konnte berichten, dass die Gruppe seit September probt. Er hofft wieder auf ausverkaufte Aufführungen, ähnlich wie 2018, als insgesamt über 1000 Zuschauer kamen. Jugendvertreter Michael Schnaiter konnte stolz über die erfolgreiche Arbeit zusammen mit den Jugendvertreterinnen Theresa Kaufmann, Theresa Stoib und Antonia Wörndl berichten, die man beim Dorffest, dem 6-Vereine-Preisplatteln oder der Jubiläumsfestabend sehen konnte. Der Zusammenhalt unter den 30 Dirndl und 20 Buam sei hervorragend und es konnte so auch eine Plattform geschaffen werden, dass sich selbst die Kleinsten in die Dorfgemeinschaft integrieren können. Er freute sich, dass mit Johanna Wörndl eine Jugendliche in diesem Jahr in die Gaujugendgruppe aufgenommen wurde.

Vorstand Kaufmann lobte die Vertreter der Sachgebiete für die hervorragende Arbeit. Er ging vor allem auf den Festabend zum 100-jährigen Vereinsjubiläum ein, das heuer nachgefeiert wurde. Er freute sich sichtlich, dass die 15-jährige Johanna Wörndl erstklassig durch das Programm geführt habe und vor allem die Jugend an diesem Abend sich mit vielen Einlagen eingebracht habe. In einer Vorausschau kündigte er an, dass es heuer noch eine Familien-Weihnachtsfeier und eine Christbaumversteigerung geben soll. Für 2023 ist wieder ein Jahresprogramm geplant und außerdem soll zum Jahresbeginn ein Defibrillator für Hittenkirchen, vorwiegend durch Spenden finanziert, angeschafft und installiert werden.

In einem Grußwort zeigte sich Bernaus Zweiter Bürgermeister Gerhard Jell beeindruckt von der Vielfalt der Aktivitäten, vor allem von der wunderbaren Jugendarbeit, die den Zusammenhalt im Verein stärke, was man auch beim Jubiläumsabend gesehen habe. Er dankte dem Verein, dass auch die Gemeinde für größere Veranstaltungen jetzt das Trachtenheim nutzen dürfe, da man seit dem Abriss des Saales in Bernau ein Platzproblem habe.

Danach konnte Kaufmann noch fünf langjährige und verdiente Mitglieder aus den Reihen des Vereins zu Ehrenmitgliedern ernennen. Dies sind: Johanna Buchner, Katharina Lampersberger, Josef Böglmüller (in Abwesenheit), Sebastian Scheck und Josef Steinbichler.

Sein anschließender Dank galt allen Mitgliedern des Vereinsausschusses, vor allem denen, die sich bei der Neuwahl nicht mehr aufstellen ließen. Hierzu zählten der Vorplattler Wolfgang Scheck, die Jugendvertreterin Theresa Stoib, Pressewart Georg Leidel, Musikwart Michael Berneder und die beiden Kassenprüfer Margit Pertl und Georg Hinterholzer.

In der Wahl unter Jells Leitung wurde Christoph Kaufmann, der das Amt seit 22 Jahren innehat, als Erster Vorstand bestätigt. Ebenso wiedergewählt wurden Zweiter Vorstand Florian Wörndl, Dritter Vorstand Michael Pfaffinger, Schriftführerin Andrea Scheck und Kassier Anton Schuster, Jugendvertreter Hans Schnaiter, der von, Theresa Kaufmann und Antonia Wörndl unterstützt wird. Auch Zeugwartin Frieda Wörtz und Vereinswart Andreas Hähnchen, sowie die Fähnriche wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Neu bestimmt wurden die beiden Vorplattler Christoph Kaufmann jun. und Lukas Feichtlbauer, die beiden Dirndlvertreterinnen Katharina Wörndl und Katharina Pfaffinger, der Pressewart Michael Hötzelsperger, für das neu geschaffene Amt des Internetbeauftragten Lars Kuhtz und die beiden Kassenprüfer Peter Fitzner und Christine Kuhtz

 

BU 1: Vorstand Christoph Kaufmann (ganz rechts, mit der Geschenk-Tafel des Gauverbands anlässlich der 100-Jahr-Feier des Vereins) und sein Stellvertreter Florian Wörndl (ganz links) konnten verdiente Mitglieder zu Ehrenmitglieder des Vereins ernennen. Vorne (von li.): Johanna Buchner und Katharina Lampersberger; hinten: Sebastian Scheck und Josef Steinbichler.

 

BU 2: Vorstand Christoph Kaufmann (ganz rechts) und sein Stellvertreter Florian Wörndl (ganz links) zusammen mit den neugewählten Dirndlvertreterinnen (vorne, von li.) Katharina Wörndl und Katharina Pfaffinger, sowie den neuen Vorplattlern Christoph Kaufmann jun. und Lukas Feichtlbauer, dem Internetbeauftragten Lars Kuhtz und den neuen Pressewart Michael Hötzelsperger

Vereinspreisplatteln 2022

Am 12.08. fand unser Vereinspreisplatteln nach 2 Jahren Pause endlich wieder statt. Die zahlreichen Gäste konnten wieder tolle Leistungen in allen Altersgruppen sehen. Danke an die fleißigen Helfer, Teilnehmer und natürlich an die tolle musikalische Begleitung.

Impressionen vom Gaufest 2022 in Schleching / Umzug am Gausonntag

Maibaumstellen bei der Firma Cohu in Kolbermoor

Nach einer längeren Corona-Pause war es für die Firma Cohu aus Kolbermoor auch wieder Zeit ein Firmenfest zu organisieren. Geschäftsführer Klaus Ilgenfritz hatte dafür die passende Idee: "Ein Maibaum muss her". Dieser wurde natürlich gemeinsam und mit eigener Muskelkraft der Belegschaft aufgestellt. Unterstützt durch den GTEV "Almarausch" Hittenkirchen wurde das Maibaum-Fest mit Begleitung der vereinseigenen Jugendblaskapelle "Fritzmuse" zu einem vollen Erfolg für alle Beteiligten. Die sich ständig verbessernden Wetterbedingungen erlaubten viele gute Gespräche unterhalb des frisch errichteten Maibaums, der seither als ein Symbol für den guten Zusammenhalt und die gemeinsamen Erfolge dient.

Dorffest Hittenkirchen

Am 24.07. fand nach 2 jähriger Pause wieder unser Dorffest in Hittenkirchen statt. Bei bestem Wetter erfreuten sich wieder viele Teilnehmer an den Speisen und Getränken sowie an den unterschiedlichen Einlagen der Mädels und Buben des Trachtenvereins.

2019-11-12 11_49_00-Window_edited.png