Unsere Tracht

Unsere Tracht – so schaut’s heute aus

Das Gewand der Hittenkirchner ist die für diese Gegend typische Chiemgauer Tracht. Dass dabei alle Trachtler mehr oder weniger gleich aussehen ist das heutige Erscheinungsbild. Anhand von älteren Aufnahmen kann man deutlich erkennen, dass sowohl bei der Männer- als auch bei den Frauentrachten zum Teil große Unterschiede herrschten. Dies war einerseits von der wirtschaftlichen Situation als auch von der persönlichen Eigenheit andererseits abhängig. 1936 einigte man sich bei den Dirndltrachten auf eine gemeinsame Form, deren Anschaffung vom Verein auch finanziell unterstützt wurde und in der Folgezeit nur noch in Nuancen verändert wurde.

 

(„Tracht“ der Plattler um 1921)

 

(alle heutigen Trachten auf einem Blick; Foto: Foto Schmuck)

  • Kindertrachten

  • Tracht der Aktiven Dirndl und Buam

  • Erwachsenentracht

Die Kindertracht:

 

 

(Kindertracht; Foto: Foto Berger)

 

Dirndl:

Grüner Rock mit schwarzem Samtoberteil, weiße Bluse mit Puffärmel und Spitzen, blauseidene Schürze und Seidentuch mit weißen Fransen. Die Haare zu zwei Zöpfen geflochten, am Ende mit einer blauseidenen Haarschleife zusammengebunden, schwarzes Halssamtband mit feiner Goldstickerei, grüner Hut mit Adlerflaum. Weiße Baumwollstrumpfhose, weiße Spitzenhose (Pumphose) und weißer Unterrock, dazu werden schwarze Spangen- oder Riemchentrachtenschuhe getragen, Blumen für das Oberteil.

 

Buam:

Kurze Lederhose mit moosgrüner Stickerei, lederner Vereinshosenträger, weißes Biesenhemd mit Hornknöpfen, weiße Loifeisockerl und Loifei mit grüner Stickerei, schwarze Haferlschuhe und grüner Hut mit Gamsbart.

 

Die Tracht der Aktiven Dirndl und Buam:

 

 

 

 

 

(Tracht der Aktiven Dirndl und Buam; Foto: Foto Berger)

 

Dirndl:

Grüner Rock, schwarzes Mieder mit Silberhaken und Silbergeschnür mit Taler, weiße Bluse mit Puffärmel. Bei festlichen Anlässen trägt man anstelle der Bluse die Kirchenärmel, lange schwarze Seidenärmel mit puffigem oder gesmoktem Oberarm. Unter dem Mieder weißer Spitzeneinsatz, darüber ein blaues Seidentuch mit blauen Fransen und blaue Seidenschürze aus gleichem Stoff; Gretlfrisur mit Silberspange und seitlich gesteckten Silbernadeln, dazu einen grünen Velourshut mit Adlerflaum. Weiße Baumwollstrumpfhose, weiße Pumphose mit Spitze und weißen Unterrock, dazu schwarze Trachtenschuhe und Blumen für das Mieder. Je nach Anlass kann es kleinere Abweichungen geben.

 

Buam:

Schwarze Haferlschuhe, weiß/grün gestrickte Loifeisockerl und Loifei, kurze, schwarze Lederhose mit moosgrüner Stickerei, den Chiemgauer Hosenträger, einen federkielgestickten (Gürtel)Ranzen aus Leder, weißes Biesenhemd mit Perlmutknöpfen (auch Zwirnknöpfe möglich), den Chiemgauer Hut (grüner Velourshut) mit Gamsbart; an Festtagen ergänzt mit Baumwollweste (Leibi), seidener Krawatte (Schmisei) und der forstgrünen Joppe.

In letzter Zeit tragen viele junge Burschen vor allem in der kalten Jahreszeit an Sonntagen oder zu Feierlichkeiten gerne die Stresemannhose zusammen mit einer farbigen Weste.

Die Tracht der Erwachsenen:

 

 

 

 

 

 

(Erwachsenentracht; Foto: Foto Berger)

 

Frauen:

Das „Röcke“ ist aus schwarzer glatter Seide, Halbseide oder Duchessestoff, der in sich gemustert ist. Um den Ausschnitt werden verschiedene Borten genäht, die aus Samtbändern oder Stoffbändern selbst gestaltet und genäht werden. Der Oberarm ist entweder gepufft oder gesmokt, der Unterarm eng anliegend. Dazu wird ein goldgesticktes Einstecktuch getragen. Die Schürze besteht aus einem goldfarbenen Halbseidenstoff mit Rosenmuster. Die Rocklänge ist etwa 20-25 cm vom Boden weg, dazu trägt man schwarze, blickdichte Strümpfe und schwarze Trachtenschuhe. Es wird der um 1905 entwickelte „Priener Hut“ getragen, der mit bis zu vier Goldquasten und feinen Goldborten verziert ist. Der Hutunterrand wird mit einer breiten Goldborte mit aufwendiger Goldstickerei aus Goldfaden, Perlen und Pailletten ausgeziert. Die Hutbänder („Hint-Obi-Bandl“), entweder aus Web- oder Samtbändern, werden rocklang getragen, sie werden seitlich am Haarschopf entlang und im Nacken zugehakt.

 

Männer:

„Forstgreans Gwand“ aus Kerntuch (Strichtuch) mit Stehkragen, verziert mit ausgestepptem Eichenlaub am Revers und Arm sowie Hirschhornknöpfen; den Rücken ziert eine passepoilierte Spange mit Hirschhornrosette; dazu wieder Leibi, Schmisei und Hut mit Gamsbart.

Es kann aber auch die kurze Lederhose, wie bei den Aktiven, oder auch eine schwarze Bundlederhose mit grauen Strümpfen und grünen Stickereien getragen werden.

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